Bernd & Natalie

3.-7. Juni 2007

18th ESA Symposium on European Rocket and Balloon Programmes and Related Research

Das ESA-Symposium über Raketen- und Ballon-Programme und zugehörige Forschung findet alle zwei Jahre statt. Dieses Jahr hatte die schwedische Raumfahrtbehörde die mittelalterliche Stadt Visby ausgewählt. Das Konferenz-Zentrum von Visby wurde gerade fertiggestellt, mit Ausblick aufs Meer, direkt neben einem Park und zwei Minuten von der Innenstadt entfernt. Alles war perfekt organisiert - alle Hotels waren nahe der Innenstadt gelegen so daß man immer bequem zu Fuß gehen konnte. Eine große DLR-Rakete hat die Eingangshalle geschmückt, das Organisationsteam hat uns mit Abstract-Büchern, Programmen und Papier versorgt, es wurde eigens für die Teilnehmer ein Computerraum aufgebaut und die Verpflegung im Konferenz-Zentrum war sehr, sehr gut.

Bei dem Symposium treffen sich hauptsächlich europäische Wissenschaftler um sich über die neuesten Entwicklungen auszutauschen. Weil es so viele Beiträge gibt, müssen die sogenannten "Session" sogar parallel stattfinden, wie man auf dem Programm sieht (wir sind am Mittwoch um 18:00 und 18:05 Uhr eingetragen, zum Vergrößern anklicken).

Eine Sitzung findet jeweils am Vormittag und eine am Nachmittag statt und sie ist jeweils einem bestimmten Theme gewidmet, zum Beispiel der Physik der Meso- und Thermosphäre oder der Mikrogravitationsforschung. Eingeleitet wird sie meist durch eine Symposium-Vorlesung, eine etwas längere Rede über ein bestimmtes Thema, das dem eingeladenen Redner gestellt wurde. Meist handelt es sich dabei um Rückblicke oder Ausblicke auf ein Thema, um die folgenden Beiträge in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Die Vortragenden der Sitzung haben dann 20 Minuten Zeit um ihre Forschung vorzustellen. Der Vorstellung der Poster wird fünf Minuten Redezeit eingeräumt. Viel Zeit für Diskussion ist bei dem knappen Zeitraum meist nicht, sie werden dann in die Kaffepausen verlegt.

Eingeleitet wird das Symposium von den Berichten der ESA-Nationen, die das aktuelle nationale Programm vorstellen. Am Ende der Vorträge findet eine Podiumsdiskussion statt. Zur Auflockerung fand eine Veranstaltung zum schwedischen Nationalfeiertag am Mittwoch morgen statt, sowie eine Exkursion am Dienstag abend. Abends wurden diverse Jubiläen gefeiert, wo zu unserer Freude auch einmal Kartoffelsalat und Fleischkäse aus München serviert wurden. Abgeschlossen wurde das Symposium mit einem öffentlichen (und sehr begehrten) Vortrag des schwedischen ESA-Astronauten, der im Dezember auf der Internationalen Raumstation war. Geendet hat die Konferenz danach mit einem großen Dinner.

Während der Kaffeepausen und dem Mittagessen hat man Zeit, sich mit den anderen Teilnehmern zu unterhalten, die Poster anzuschauen und zu diskutieren. Die Andøya Rocket Range und die Esrange hatten im Foyer große Stände aufgebaut. Der Kontakt und Austausch mit anderen Wissenschaftlern ist sicher der wichtigste Punkt einer solchen Konferenz. Für uns war die Teilnahme sehr interessant. Zunächst weil wir einen guten Überblick über das gesamte Gebiet bekommen, als auch viele Leute kennengelernt haben.

 

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