Montag, 2. April
Ankunft Stephanie und Denise
Es ist soweit! Pünktlich um 19:15 Uhr kommen Stephanie und Denise am Flughafen Tromsø an. Halb verhungert, so daß ich sie gleich mit Lefsern, dem norwegischen Gebäck, versorge, das ich zum Glück auf dem Weg eingekauft hatte, und mit ersten Vermutungen über die Norweger: laut ihrer These haben alle Männer Glatzen.
Mit dem Bus waren wir schnell bei uns zu Hause und haben gleich Spaghetti gekocht. Nach anfänglichem Ausprobieren mit unseren Tischen sind wir schnell zu einer Lösung gekommen. Den Tisch im Wohnzimmer haben wir zum Essen und den Tisch in der Küche nur zum Kochen oder Kaffeetrinken benutzt.
Die erste Entdeckung in unserer Wohnung war die Dusche: Aus einem unbekannten Grund scheint es in Norwegen nämlich keine Duschkabinen zu geben, sondern einfach nur einen Abfluß. Dieser befindet sich auch nicht direkt unter der Dusche, sondern irgendwo im Bad, so daß zwangsweise alles überschwemmt wird und man den Boden nach jedem Duschen abziehen muß. Heidi kam zu dem Schluß, daß dies eine kinder- und seniorenfreundliche Konstruktion sei, da barrierefrei. Nun gut.
Geschlafen haben wir heute alle in unserer Wohnung. Die Couch kann man zu einem breiten Bett umbauen und ich habe auf der Isomatte geschlafen. Für morgen habe ich das Gästehaus vom Wohnheim reserviert, wo wir dann mehr Platz zum Schlafen und für die Koffer haben.
Dienstag, 3. April
Schneespaziergang
Ankunft Heidi
Heute haben wir in zwei Etappen gefrühstückt, da ich mich um 10 auf den Weg zum Flughafen gemacht habe, um Heidi abzuholen. Sie sollte um 11:15 von Oslo ankommen. Wegen des vielen Schnees konnte das Flugzeug am Morgen aber nur verspätet in Tromsø starten und hatte deswegen auch auf dem Rückweg noch eine Stunde Verspätung. Heidi hatte die Nacht am Flughafen in Oslo verbracht, war aber überraschend munter. Wir sind wieder mit dem Bus zum Wohnheim gefahren.
Heidi im Zug nach Düsseldorf und aus dem Flugzeug nach Tromsø
Gästehaus
In der Zwischenzeit haben wir den Schlüssel für das Gästehaus bekommen, das wir nun die ganze Woche benutzen können. Die meiste Zeit sind wir in unserer Wohnung gewesen, weil es da viel gemütlicher war. In der Küche war es etwas eng, aber das hat trotzdem gut funktioniert. Mit dem Gästehaus hatten wir etwas mehr Platz für die Koffer, die Betten und zum Waschen am Morgen. Und eine Sauna hatte es dort auch!
Zum Mittagessen habe ich Wurst-Nudelpfanne mit Zwiebel, Mais und Erbsen gemacht. Die zwei großen Pfannen waren dann doch zu viel, so daß wir am Abend auch noch einmal davon essen konnten.
Schneespaziergang am See
Wir haben den Urlaub mit einem Schneespaziergang um den See begonnen. Das Laufen ist abenteuerlich, da man immer mal wieder unvermittelt bis zum Knie einsinkt. Wir haben uns aber trotzdem abseits der Wege getraut und viel gelacht. Mit Heidi habe ich noch Zweige gesammelt, die wir ins Wasser stellen wollen. Wir haben Ostereier mit der Post bekommen, und ich wollte sie an Zweige aufhängen.
Auf dem Rückweg sind wir noch an der Fakultät für Physik vorbeigekommen und haben den Satellitenpark der Firma Kongsberg hinter der Fakultät besichtigt. Hier werden Daten von Satelliten wie zum Beispiel Wetterkarten mit großen Antennen heruntergeladen.
Besichtigung Universität
Stephanie, Heidi, Bernd und ich sind später noch zum Campus gelaufen und haben uns die Uni angeschaut. Entlang der Loipe ging es zurück. So sind wir dann doch ein ganzes Stück gelaufen heute.
Mittwoch, 4. April
Stadtbesichtigung
Am Morgen
Heute war eine Stadtbesichtigung eingeplant, auch weil es der letzte Tag vor den Feiertagen war und wir noch im Supermarkt einkaufen wollten. Leider war das Wetter nicht ganz auf unserer Seite. Während es oben bei unserem Wohnheim geschneit hat, war der Schnee unten in der Stadt sehr naß und die Straßen standen voll Wasser und Schneematsch.
Wir waren trotzdem eine Weile unterwegs, haben die Häuser betrachtet, die Stadt von oben von einem schönen Aussichtspunkt gesehen, in der Innenstadt alles angeschaut. Wir waren im Supermarkt, bei der Bank, in der Tourist Info, im Souvenirladen, haben Postkarten und Spielkarten und Würfel zum Spielen gekauft und waren im H&M. Und um Punkt 16 Uhr war es vorbei: die Geschäfte haben früher geschlossen. Der Gründonnerstag ist ein Feiertag in Norwegen, und am Karsamstag gelten nur sehr eingeschränkte Öffnungszeiten.
Weg in die Stadt
Aussicht von der Fischereihochschule
Innenstadt
Das alte Stummfilmtheater in der Storgata.
Marktplatz und katholische Kirche.
Die Stadtbibliothek und ein Süßigkeitenladen
Die Domkirche und die Brücke nach Tromsdalen
Das Weinmonopol und das Polarmuseum in einem alten Lagerhaus am Kai
Amundsen-Denkmal
Das Hurtigruten-Schiff im Hafen
Die "Storgata", die große Straße
Abend
Heidi hat die norwegische Aufschrift des Kaffeepulvers, daß der Kaffee in den ersten 4-6 Wochen am besten schmeckt, als "4-6 Teelöffel pro Tasse" interpretiert, was eindeutig zu viel war :-). Danach haben wir uns auf einen Teelöffel pro Tasse geeinigt.
Zum Abendessen gab es drei Bleche Pizza und danach haben wir Kniffel gespielt, bei dem Bernd gewonnen und ich natürlich verloren habe.
Und es schneit eifrig..
Nordlichter am Abend
.. aber die Nacht ist klar und wir haben das Glück, schöne Nordlicher sehen zu können.











































