Bernd & Natalie

Universität

breivika

Die Universität von Tromsø hat ungefähr 6000 Studenten und ist damit die kleinste der vier Universitäten in Norwegen. Trotzdem stellen die Studenten etwa ein Sechstel der Einwohner der Stadt. Nach dem Krankenhaus ist die Universität der größte Arbeitgeber in der Region.

Gegründet wurde sie im Jahre 1972, und seitdem ist sie die nördlichste Universität der Welt. Besonderheiten sind das Studium der Fischerei ("International Fisheries Management", einen vergleichbaren Studiengang gibt es nur noch in Tokio), sowie "Indigenous Studies", ich weiß nicht, wie ich das übersetzen soll, also das Studium von eingeborenen Völkern. "Peace and Conflict Management" kann man hier auch studieren. Und dann gibt es noch einen Telemedizin-Studiengang, da geht es um die ärztliche Betreuung per Telefon, Internet oder Videokonferenz. So etwas braucht man nur in sehr abgelegenen Gebieten dieser Erde.

physik

Die lokalen Gegebenheiten spiegeln sich also stark in den Studiengängen wieder. So ist es auch in der Physik. Das Physics Department befindet sich aus historischen Gründen gar nicht auf dem Campus in Breivika, wo sonst alles angesiedelt ist, sondern am See Prestvannet - am Nordlicht-Observatorium. Das Observatorium wurde schon in den 20er Jahren gegründet. Die Atmosphärenforschung ist noch heute die Hauptaufgabe der Physik in Tromsø. So gibt es hier Plasma-Physiker, Forscher, die mit Raketen und Satelliten arbeiten, sowie eine große Radaranlage hinter dem nächsten Berg.

Die Themen der angebotenen Physik-Vorlesungen sind auch entsprechend: wir hören zum Beispiel die Plasmaphysik-Einführung, die Einführung in Raketen- und Satelliten-Technik, sowie Erdbeobachtung für Satelliten.

observatorium

Die geographische Auszeichnung bietet einige Vorzüge, so haben sich hier beispielsweise viele Unternehmen der Satellitentechnik angesiedet. Viele wissenschaftliche Satelliten befinden sich auf polaren Umlaufbahnen. Je näher man am Pol ist, desto länger sind die Kontaktzeiten für den Download der Daten der Satelliten. Mit der Zeit hat sich dieses Geschäft etwas nach Spitzbergen verlagert, das weit näher am Pol liegt, aber die Hauptsitze der Unternehmen sind weiterhin in Tromsø. In der weiteren Umgebung befindet sich auch eine Abschußbasis für Raketen.

 

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