Bernd & Natalie

Sonntag, 20. August 2006

Wanderung auf den Tromsdalenstind

--Panoramen kommen noch--

wir beide Das Wetter war viel zu perfekt um nicht nach draußen zu gehen: Der Himmel war strahlend blau, kein Wölkchen am Himmel! Um 12 waren wir startklar, unterwegs zu dem höchsten Berg. Wie gut, daß gestern unsere Wandersachen angekommen sind! Wir hatten zwar keine Wanderkarte, aber die höchsten Berge sieht man ja :-). Und es hat geklappt! Haben auf Anhieb den richtigen Weg gefunden.

"Tromsdalenstind" heißt der höchste Berg. Tromsdalen heißt der Bezirk auf dem Festland östlichen von Tromsø; dort, wo auch die Eismeerkathedrale steht (die in Wirklichkeit "Tromsdalen kirke" heißt). "Tinden" heiß dann so etwas wie Gipfel. Der Berg ist 1240 m hoch, und damit einer der höchsten Berge hier. Bevor man aber hinkommt, muß man erst zwei Stunden lang das Tal entlang laufen.

Aber: es lohnt sich. Die Aussicht ist atemberaubend. Man steht auf dem Gipfel und ringsum sieht man nur Berggipfel, wohin man auch schaut. Im Norden sieht man ein paar Seen und Schneefelder, im Osten und Süden das Wasser im Fjord, und im Westen, hinter der Insel Tromsøya und den Bergen von Kvaløya - das Meer. Das Panorama ist phantastisch.

Rentiere Rentiere Rentiere Rentiere Rentiere Rentiere Rentiere

Aufsteigen tut man über einen Talkessel, in dem leuchtendes grünes Moos wächst. Man sieht es von oben, es ist fast schon neon-grün. Durchsetzt von kleinen Wasserfällen und Bächen. Und jede Menge Heidelbeeren natürlich. Und wir haben eine Herde wilde Rentiere gesehen! Waren ein paar Dutzend Tiere.

Schnee

Oben in der Wand kann man Schneefelder hängen sehen, zu einem konnte man auch hinlaufen. Im Schatten gibt es im August noch recht groß Schneefelder. Absteigen tut man über den Grat des Berges! Höchst abenteuerlich (man sollte nicht zu oft zurückschauen ;), und kommt dann durch einen kleinen Weg zurück auf den Weg, der durch das Tal führt.

Die Strecke ist sehr beliebt bei den Norwegern, und war am Sonntag bei so herrlichem Wetter natürlich entsprechend besucht. Weiter unten sind die Wege ziemlich ausgetreten, in der Nähe des Gipfels muß man dann über Steine klettern. Der Weg ist sehr gut markiert. Aber das verrückteste sind ja die Marathonläfer. Da ist doch tatsächlich oben auf dem Gipfel ein Schild mit der Aufschrift "12 km".

Beim Abstieg haben wir eine Nebensonne gesehen. Im Winkel von ungefähr 20 Grad rechts und links von der Sonne wird Licht in Eiskristallen gebrochen und zum Beobachter gestreut. Dabei wird es aufgespalten, so daß rechts und links neben der Sonne, auf gleicher Höhe, kleine Regenbogen erscheinen. War ein tolles Schauspiel.

Blick nach Westen

Wir waren recht lange unterwegs, sind erst gegen Mitternacht zurückgekommen. Die Strecke ist insgesamt 26 km lang.

Karte

 

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