Bernd & Natalie

Sonntag, 31. Dezember 2006 / Montag, 1. Januar 2007

Silvester-Wanderung

Nachdem kein Regen für die Nacht vorhergesagt wurde, haben wir uns am Sonntag morgen entschlossen, mit Zelt und Rucksack auf den nächstgelegenen Berg zu laufen, um von dort das Feuerwerk anzuschauen. Ziel war wie schon im Oktober der Berg Fløya. Dorthin fährt auch eine Gondel, und die obere Station thront immer wie ein Schloß über den Wolken, wenn man von der Stadt schaut. Von dort oben, auf 450 m Höhe, kann man die gesamte Insel überblicken.

Der Weg hat sich trotz des Schnees als begehbar herausgestellt, da ihn schon einige vor uns benutzt haben, und es war angenehm zu laufen. Wir hatten den GPS-Track geladen, allerdings konnte man sich auch gut anhand der Spuren orientieren. Es war wegen der Bewölkung auch immer hell genug zum Laufen.

Wir haben vier Stunden für einen Weg gebraucht. Um 20 Uhr haben wir eine schöne windgeschützte Stelle gefunden und hatten noch genug Zeit, das Zelt aufzubauen, Spaghetti zu kochen und uns auszuruhen, bevor das Feuerwerk losging. Anders als bei uns gab es allerdings schon seit dem Nachmittag Feuerwerk.

Die Gondel war heute ausnahmsweise in Betrieb genommen worden und ein paar Leute haben uns für das Feuerwerk um 12 auf dem Berg Gesellschaft geleistet. Wir waren allerdings die einzigen, die dort oben gezeltet haben und auch am nächsten Tag hat sich nur ein Pärchen auf den Weg nach oben gemacht.

Um 12 wurden auf dem Felsen um die Station Fackeln angezündet und es gab von dort ein offizielles Feuerwerk. Der Ausblick über die Insel war toll. Von so weit oben war das Feuerwerk natürlich klein, dafür konnten wir die gesamte Umgebung sehen, und überall brannten die bunten Lichter.

Im Zelt hatte es um die Null Grad. Wir haben mit Teelichtern geheizt und uns gut angezogen. Wir haben dann auch nicht gefroren in der Nacht und ich habe gut geschlafen auf dem Eis. Bernd hatte eine Schneemauer um das Zelt gebaut, und es hat nicht mehr stark gewindet in der Nacht. Keine Eisbären :-)

Der nächste Morgen war wunderschön. Es war einer der wenigen klaren Tage und wir hatten einen wunderbaren Blick auf die Insel und (endlich mal wieder!) die Berge dahinter. Es ist ein wunderbar blaues Licht in der Polarnacht. Wir haben mit Schnee Tee gekocht, und haben nach dem Frühstück das Zelt wieder abgebaut. Mit unserem mittlerweile gut getrockneten Adventskranz haben wir noch ein kleines Feuerchen gemacht, und sind dann im Mondschein den Berg wieder im Schnee heruntergerutscht. Nach dreieinhalb Stunden waren wir wieder zu Hause.

 

 

Panoramen

 

Valid XHTML 1.0 Strict