Bernd & Natalie

Freitag, 11. Mai 2007

Life @ ALOMAR II

Auf die Raketen-Party am Donnerstag-Abend folgte am Freitag gleich noch eine große Betriebsfeier. Alle Angestellten und alle Gäste der Rocket Range und des ALOMAR waren mit Familie zum Bacalao-Abend eingeladen. Bacalao ist ein sehr, sehr leckeres Gericht. Die Hauptzutat ist Stockfisch in Tomatensoße mit Kartoffeln, Zwiebeln, Peperoni, Paprika und Karotten, und das Ganze sehr gut gewürzt. Die Chefs haben selbst gekocht und es war sehr lecker. Nach dem Essen wurden lustige Lieder gesungen und norwegische Witze vorgetragen. Das war auch für uns sehr lustig, obwohl wir nicht alles verstanden haben. Ausgeklungen ist der Abend mit Musik, Tanz und jeder Menge Alkohol im Wohnzimmer der Rocket Range - und einem schönen Sonnenuntergang.

Die Sonne... es ist faszinierend, wie langsam sie untergeht und von welchem Farbspiel begleitet, nur um kurz darauf wieder aufzugehen. Überhaupt - Farben... Innerhalb kürzester Zeit ist das Gras grün geworden. Wie schön nach einem so langen Winter! Am Abend nach dem Raketenstart sind wir zu Fuß vom Alomar zurück zur Rocket Range gegangen. Das Alomar thronte über dem Nebel. Die Luft war so feucht, daß ich meine Brille abziehen mußte und unsere Kleider naß wurden. Es war eine unbeschreibliche Stimmung, wie der Nebel in den Bäumen hing und alles was man sah die lange Straße und der Berg war. Plötzlich fühlte man sich an einen ganz anderen Ort versetzt.

Diese Woche ist eine Gruppe von Meteorologie-Studenten von der Uni Bergen zur Rocket Range gekommen. Sie haben eine Wetterstation aufgebaut und auch einen Wetterballon starten lassen. Ein Mitarbeiter des Alomar hat uns Studenten extra nach unten gefahren damit wir dem Start zuschauen konnten.

Am Donnerstag morgen gab es für sie eine Alomar-Präsentation: Karoline, Matthias, Edith und wir haben jeweils Vorträge über unsere Arbeit am Alomar gehalten. So haben sie auch einen kleinen Einblick bekommen und für uns war es ein guter Abschluß. So schnell gehen vier Wochen vorbei! In drei Wochen muß unsere Arbeit für die Uni Tromsø schon fertig geschrieben sein.

Und am Donnerstag abend fahren wir nichtsahnend mit dem Auto vom Alomar zur Rocket Range und sehen aus den Augenwinkeln etwas im Gebüsch stehen. "Aah, war das etwa ein Elch?? Da stand ein Elch!". Michael, der Leiter des Alomar, sagt: "Habt ihr etwa noch nie einen Elch gesehen..". Nein! Natürlich nicht. Wir wollen umdrehen und schauen! Und tatsächlich, da steht er, direkt am Straßenrand und kaut ganz gemütlich die frischen Triebe von den Bäumen ab. Ein Elch! :-)

Später am Abend hat Sandra Karoline, Matthias, Edith und mich abgeholt. In Andenes sind wir zum Essen eingeladen worden. Es war sehr gut, es gab viel Fisch und ich habe Lammfilet gegessen. Danach sind wir noch in ein Kaffee gegangen, durch Andenes spaziert und haben - wie könnte es anders ein - noch einmal einen schönen Sonnenuntergang am Strand genossen.

Wir bedanken uns ganz, ganz herzlich bei den Mitarbeitern des Alomar für ihre Hilfsbereitschaft und die freundliche Atmosphäre. Andøya ist wirklich ein einzigartiger Ort. Besonderer Dank gilt natürlich Ulf-Peter Hoppe, der es uns erst ermöglicht hat, mit unserem Ozonlidar-Projekt für vier Wochen am Alomar zu arbeiten. Alles Gute und liebe Grüße an alle! Wir freuen uns, von Euch zu hören!

 
 

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